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Über Stefan Anker

Fotograf und Journalist

Es hat geklappt, das Foto-Projekt ist online

An alle, die diese Seite im Mai 2014 schon gesehen haben: Sie wurde am 31.5. wie angekündigt wieder abgeschaltet. Weil ich nun ein weiteres Fotoprojekt dieser Art plane, zeige ich die Bilder vom Offenen Atelier noch einmal für ein paar Tage, damit sich die  Künstler, die ich für bandsbeimbergfunk.wordpress.com  angeschrieben habe, ein Bild von meiner Arbeit machen können.

Und jetzt geht es weiter im O-Ton vom Mai 2014:

Ich gebe es zu: Ich habe die Künstlerinnen und Künstler der Offenen Ateliers in Königs Wusterhausen ein bisschen überfallen, als ich ihnen am Mittwoch eine Mail schickte und mein Fotoprojekt erklärte. Trotzdem war ich in sieben von acht Fällen willkommen (es waren nur sechs Ateliers, aber ich zähle richtig, versprochen), und dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe interessante und nette Menschen getroffen, das Fotografieren hat Spaß gemacht, und ein paar schöne Bilder sind auch entstanden, denke ich. Aber das beurteilen besser die Besucher dieser Seite.

Wie angekündigt, betrachte ich dieses Blog als Ausstellung – die Bilder werden also nicht ewig hier stehen, sondern nur bis zum 31. Mai 2014. Wenn Sie also mögen, was Sie hier sehen, dann sagen Sie es schnell weiter, damit andere auch noch etwas davon haben.

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Atelier 1: Hannes Weiß aus Körbiskrug, Maler

offenes atelier tag 1 mittel-10

Ein ganz wunderbares älteres Ehepaar empfing mich in Körbiskrug – obwohl meine Mail bei ihnen gar nicht angekommen war. Ich erklärte mein Foto-Projekt also an der Pforte, wurde eingelassen und bekam eine Tour d’Horizon durch das Schaffen des Malers Hannes Weiß. Um es kurz zu machen: Farben, Schiffe, Natur, das sind die Themen, mit denen der leidenschaftliche Amateur sich beschäftigt. Ab und zu verkauft er ein Bild, dann und wann illustriert er ein Buch, das seine Frau Christel schreibt — zum Geldverdienen ist das nichts, aber deswegen macht man auch nicht unbedingt Kunst. Selten so zufriedene Leute getroffen.

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Atelier 2: Kerstin Bragenitz aus Zernsdorf, Ethnologin

offenes atelier tag 1 mittel-30

Kerstin Bragenitz kenne ich persönlich, sie arbeitet als Museumsführerin im Königs Wusterhausener Schloss und in Berlin, und in ihrem Garten schubst sie die hohe Kultur ganz gern vom hohen Ross. Wahrscheinlich gibt es kein Offenes Atelier, wo mehr Kinder herumtoben, es stehen immer einige Basteltische da, dieses Mal ging es unter anderem um Voodoo-Puppen, Muschelgeld und die Malerei der Aborigines. Außerdem gibt es immer sehr leckeres Essen, aber vielleicht hätte ich das jetzt nicht sagen sollen, denn sonst kommen 2015 ja noch mehr Leute als dieses Mal 😉 Andererseits: Das Fernsehen (KW TV) verbreitet die frohe Botschaft ja auch (Freitag, 9.5.), dann ist es sowieso egal.

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Atelier 3: Dagmar Hagen aus Zeesen, Malerin

offenes atelier tag 1 mittel-40

Sehr freundliche Aufnahme fand ich bei Dagmar Hagen, die ihren ganzen Garten mit Bildern dekoriert hatte – nicht nur mit ihren eigenen, sondern es waren auch Werke zweier anderer Malerinnen zu sehen. Alle sind Amateurinnen, die Bilder von Dagmar Hagen wirken jedoch  eher professionell – nicht unbedingt gegenständlich, aber das muss ja auch wirklich nicht mehr sein. Am schwierigsten sei es, sagt Frau Hagen, sich vor Ausstellungen Namen für die Bilder auszudenken. Ich empfehle dann immer „Ohne Titel 3“, das wird ja gern genommen.

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Atelier 4: Kulturbund Dahme-Spreewald, Bürgerhaus Hanns Eisler

offenes atelier tag 1 mittel-34

Hier war ich zweimal: Am Samstag war die Eröffnung der Ausstellung „Aqua-Rell“ von Jürgen Thiele, und am Sonntag haben ein paar Leute Zufallsbilder gemacht, also verschiedene Techniken angewendet, bei denen man als Künstler nicht wirklich voraussehen kann, wie das Bild am Ende aussieht. Diese Menschen waren mit viel Eifer bei der Sache und haben nebenbei ertragen, dass ich ihnen mit der Kamera sehr nahe gekommen bin (sonst gibt es keine guten Bilder), und dass es zudem ständig geblitzt hat. Noch beeindruckender war…

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Atelier 5: Gudrun Wicke und Helmut Wenzel aus Zeesen, Bildhauerin und Maler

offenes atelier tag 2 mittel-21

Auf meiner kleinen Fotoreise durch Königs Wusterhausen war dieses Atelier am  beeindruckendsten. Das Künstlerpaar hat zwei große und hohe Räume, beide mit viel Tageslicht, so wie man sich das vorstellt. Sie machen Design und Kunst, in den Ateliers ist alles voll mit Bildern, Plastiken, Werkzeug – ein Paradies für Fotografen, die gern Detailaufnahmen machen. Helmut Wenzel hat mir sogar ein Stativ geliehen, damit ich besser mit offener Blende und geringer Tiefenschärfe fotografieren konnte. Gudrun Wickes Hauptmotiv ist der Mensch im Umbruch, was man auch gut erkennen kann. Helmut Wenzel malt eher abstrakt; ich finde die Bilder schön, weiß aber nicht, was sie bedeuten – weil ich vor lauter Fotografieren versäumt habe, mich mit dem Maler darüber zu unterhalten. Ich hoffe, er nimmt mir das nicht übel, vielleicht gibt es ja eine zweite Chance für mich. Oder ich sehe auf seiner Internetseite nach.

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Atelier 6: Bruno F. Apitz aus Senzig, Maler

offenes atelier tag 2 mittel-57

Okay, wer fernsieht, weiß natürlich, dass Bruno F. Apitz im Hauptberuf nicht Maler ist, sondern Schauspieler. Aber beim Offenen Atelier zeigt er eben seine Bilder, ziemlich gute. Sie hängen allerdings, so viel Schauspielerei muss dann doch sein, in seinem Mini-Theater „19 Stühle“, über das man sich hier weiter informieren kann. Apitz hatte mein Ansinnen, bei ihm zu fotografieren, zunächst mit einer freundlichen Mail abgelehnt. Weil mir seine Bilder gefallen haben, die man hier im Netz ansehen kann, bin ich trotzdem hingefahren, nur zum Gucken und Plaudern – na ja, und dann durfte ich doch. Am besten gefällt mir das Bild mit dem todernsten Maler/Schauspieler unter dem nicht ganz so ernst gemeinten röhrenden Hirsch.

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Was Sie demnächst hier sehen können

Bilder, Bilder, Bilder – vom Tag des Offenen Ateliers (3./4.5.2014) in Königs Wusterhausen. Daran reizen mich aus fotografischer Sicht drei Dinge: die Begegnung der Nicht-Künstler mit den Künstlern, die Kunstwerke selbst und – Hände. Jedes Kunstwerk wird in irgendeiner Form mit den Händen hergestellt, und ich will versuchen, das in interessanten Fotos festzuhalten. Viel Zeit dafür bleibt nicht, denn…

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